Journalismus: Über die Meinungsfreiheit
Heute Morgen bei Facebook: Das Foto eines Politikers, darunter verschiedene Kommentare und ein User, der meint, man solle den gezeigten Mann doch am besten irgendwo entsorgen. Nur einige Posts weiter: Eine junge Frau die Probleme mit ihrem Handy hat. Sie fragt in einer Gruppe nach Hilfe und bekommt als Antwort, sie solle doch nicht so faul sein, sondern erst einmal Google bemühen, immerhin sei ja nicht blond und von daher auch nicht zu blöd, eine Suchmaschine zu nutzen. Und bei Instagram: Ein ganz ähnliches Spiel. Eine hübsche Dame zeigt sich dort stolz in ihrem neuen Bikini und wird daraufhin gefragt, was sie für eine Nacht nimmt und was man mit ihr in dieser alles machen dürfe. Drei Beispiele, die wie ein Sinnbild für unsere Zeit stehen und die deutlich machen, dass sich in unserer Gesellschaft etwas dramatisch verändert hat. „Gemeinsam sind wir stark“, das war einmal. Heut gilt, „draufhauen und den Anderen schlecht machen“. Was ist schon dabei? Wer in die Politik ge...